Brustkrebs im Endstadium

Wird Brustkrebs frühzeitig entdeckt, ist er heilbar. Brusterkrankungen – wie beispielsweise Zysten in der Brust – sollten daher auch unbedingt von einem Arzt untersucht werden, besonders dann, wenn es sich um ältere Patientinnen handelt. Auch ertastete Knoten in der Brust müssen rechtzeitig untersucht werden. Wird der Krebs nicht früh genug entdeckt, können sich schnell Metastasen bilden, was eine vollständige Heilung unmöglich macht. Brustkrebs im Endstadium bedeutet, dass der Krebs sich bereits im Körper ausgebreitet und Metastasen in fernen Geweben und Organen gebildet hat. Ist dies der Fall, kann auch eine Operation nicht mehr helfen, die Erkrankung auf Dauer zu heilen. Statistisch gesehen liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei Brustkrebs im Endstadium oder fortgeschrittenem Brustkrebs bei zwei bis dreieinhalb Jahren nach dem Auftreten von Metastasen. Ein Drittel der Patientinnen kann aber auch noch bis zu fünf Jahre nach dem Auftreten von Metastasen leben.

Brustkrebs im Endstadium wird jedoch nur bei einem sehr kleinen Teil der Patientinnen bei einer Erstdiagnose gestellt. Viel häufiger ist der Fall, dass nach erfolgreicher Erstbehandlung der Krebs wiederkehrt und dass sich die Tumorzellen bereits im Körper ausgebreitet haben. Dabei hat sich gezeigt, dass ein Brustkrebs-Rezidiv meist innerhalb der ersten fünf Jahre nach der Brustkrebsbehandlung erfolgt. Nach dieser Zeit sinkt zwar das Risiko für einen Rückfall, jedoch nur langsam. Es können auch Jahrzehnte nach der Diagnose Metastasen im Körper gefunden werden. Waren bei der Patientin die Lymphknoten befallen, so ist das Risiko eines Rückfalls deutlich erhöht.

 

Behandlungsmöglichkeiten bei Brustkrebs im Endstadium

Die Behandlungsmöglichkeiten bei Brustkrebs im Endstadium richten sich hauptsächlich danach, die Erkrankung über eine möglichst lange Zeit zu kontrollieren und tumorbedingte Symptome und Beschwerden zu vermeiden oder zu lindern. Dabei bedeutet Brustkrebs im Endstadium keineswegs den frühen Tod. Heutzutage gibt es Medikamente und Therapiemöglichkeiten, mit denen sich der Krebs gut unter Kontrolle halten lässt.
Bei starken Schmerzen und auch bei Knochenmetastasen kann bei Brustkrebs im Endstadium eine Strahlentherapie Linderung verschaffen. Die Palliativmedizin kennt viele Medikamente, die bei starken Schmerzen eingenommen werden können. Es sollte rechtzeitig mit einer Schmerzbehandlung (häufig mit Opiaten) und auch einer psychosozialen Betreuung begonnen werden.